Günstig essen auf Boracay: Mang Inasal im D’Mall im ehrlichen Check

Paa with Rice (Chicken Inasal) – gegrillte philippinische Hähnchenkeule bei Mang Inasal auf Boracay
Paa with Rice (Chicken Inasal) – gegrillte philippinische Hähnchenkeule bei Mang Inasal auf Boracay

So beeindruckend die Strandkulisse von Boracay auch ist – so ehrlich muss man sein: Schöne Ausblicke allein machen nicht satt. Dafür braucht es gutes Essen.
Nachdem wir die ikonischen Station 1 und Station 2 entlang des berühmten White Beach erkundet haben, wird es Zeit für eine ebenso wichtige Frage: Wo isst man gut auf Boracay? Wer Lust auf authentische lokale Küche hat, ist bei dieser beliebten philippinischen Kette genau richtig.

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Günstig und typisch philippinisch essen auf Boracay: Die Fast-Food-Kette Mang Inasal

Boracay zählt zu den beliebtesten internationalen Reisezielen der Philippinen und zieht jedes Jahr zahlreiche internationale Besucher an. Entsprechend vielfältig ist das gastronomische Angebot auf der Insel. Einer der wichtigsten kulinarischen Treffpunkte ist das D’Mall nahe der Station 2 – ein weitläufiges Open-Air-Areal mit allem von Smoothies bis hin zu gegrillten Meeresfrüchten. Für unser erstes Abendessen auf der Insel ging es daher direkt zu Mang Inasal im D’Mall.

Mang Inasal Boracay (Filiale D’Mall)
Öffnungszeiten:
9:00–22:00 Uhr (Mo–Do)
9:00–23:00 Uhr (Fr–So)
Anfahrt: Am Eingang des D’Mall in Station 2 gelegen, nur wenige Gehminuten vom White Beach entfernt, direkt neben dem Riesenrad.
D’Mall Boat Station 2, Boracay
Offizielle Website: https://www.manginasal.com/

Mang Inasal gehört zu den beliebtesten philippinischen Fast-Food-Ketten des Landes. Fast Food? Moment – wollten wir nicht gut essen?

Lass dich vom Begriff „Fast Food“ nicht täuschen. Mang Inasal ist schnell und unkompliziert, liefert aber einige der authentischsten Aromen der philippinischen Küche. Mit Hunderten Filialen im ganzen Land (darunter zwei auf Boracay) ist dies weit entfernt vom klassischen Burger-mit-Pommes-Konzept. Stattdessen stehen gegrillte Fleischgerichte im Mittelpunkt – allen voran Barbecue-Hähnchen, Schweinespieße und mehr, serviert mit großzügigen Portionen weißen Reises. Fast Food auf philippinische Art.

Fun Fact: Der Name Mang Inasal lässt sich umgangssprachlich etwa als „Herr vom Grill“ sinngemäß verstehen. Und ja – gegrilltes Essen hat auf den Philippinen einen hohen Stellenwert, allen voran das berühmte Chicken Inasal, das längst auch international Fans gewonnen hat.

Warum also genau dieses Restaurant? Schon vor unserer Ankunft auf Boracay schwärmte unser Fahrer vom Flughafentransfer ununterbrochen von Mang Inasal. Seiner Meinung nach zählt es zu den beliebtesten philippinischen Restaurants der Insel – und auffällig ist, dass hier meist mehr Einheimische als Touristen essen. Wer einen ehrlichen Einstieg in die lokale Küche sucht, ist hier gut aufgehoben.


Mang Inasal Speisekarte: Philippinische Grillklassiker (und kaum Gemüse)

Der Name Mang Inasal erinnert an einen Grillmeister aus der Nachbarschaft – eine lockere Anspielung auf die tief verwurzelte Grillkultur der Philippinen. Bei einem solchen Namen überrascht es kaum, dass gegrillte Gerichte hier klar im Mittelpunkt stehen.
Das sind einige der typischen Klassiker auf der Speisekarte von Mang Inasal Boracay:

  • Paa with Rice (Chicken Inasal)

    Gegrillte Hähnchenkeule mit Reis – mit Abstand die meistbestellte Kombination. Ein kurzer Blick durch den Gastraum genügt: Fast jeder Tisch hat sie vor sich. Das Gericht ist schlicht, aber wirkungsvoll – rauchig gegrilltes Hähnchen, dazu eine großzügige Portion weißen Reises. Erstaunlich aromatisch. Und ja: Der Reis ist tatsächlich wie ein Burger eingewickelt.

  • Pecho with Rice (Gegrillte Hähnchenbrust)

    Eine große, saftige Hähnchenbrust vom Grill, serviert mit dem typischen Mang-Inasal-Reispäckchen – unkompliziert, sättigend und zuverlässig gut.

  • Pork BBQ (Gegrillte Schweinespieße mit Reis)

    Zwei marinierte Schweinespieße mit Reis. Nichts Ausgefallenes, aber gut gewürzt und konstant solide.

  • Bangus Sisig (Sizzling Milkfish mit Reis)

    Ein klassisches philippinisches Sizzling-Gericht: fein gehackter Milchfisch (Bangus, regionaler Milkfish), auf einer heißen Platte angebraten und mit Reis serviert. Auf den Philippinen allgegenwärtig – und längst auch international bekannt.

  • Pork Sisig (Sizzling Schweinefleisch)

    Kleingeschnittenes Schweinefleisch, scharf angebraten und brutzend heiß serviert – knusprig, herzhaft und ziemlich gehaltvoll.

Unser Geheimtipp:
Auf Filipino bedeutet „Inasal“ schlicht „gegrillt“ – wo immer du das Wort auf einer Speisekarte siehst, kannst du mit Barbecue rechnen. „Sisig“ bezeichnet hingegen fein gehackte Gerichte, die auf einer heißen Metallplatte serviert werden.

Bei der Bestellung fragt das Personal fast immer, ob man die Option „Unlimited Rice“ möchte. Gegen einen kleinen Aufpreis wird der Reis so oft nachgefüllt, bis man endgültig kapituliert. Neben den Hauptgerichten gibt es auch Snacks, Getränke und Desserts. Was allerdings deutlich fehlt, sind Gemüsebeilagen. Abgesehen von ein paar Chilischoten, Zwiebeln oder Frühlingszwiebeln sucht man Grünzeug hier meist vergeblich.


Ganz philippinisch: Die Sauce selbst mischen

Auf jedem Tisch bei Mang Inasal stehen drei grundlegende Würzflaschen – schwarz, rot und weiß. In der schwarzen befindet sich Sojasauce. Die rote Flasche, die auf den ersten Blick wie Chiliöl aussieht, enthält tatsächlich Hühneröl. Die weiße ist Essig – ganz sicher kein Zitronensaft.

Wer wie ein Einheimischer essen möchte, gießt etwas Sojasauce in ein kleines Schälchen, gibt einen Spritzer Essig dazu, zerdrückt ein oder zwei Chilischoten mit der Gabel, mischt alles und verfeinert die Sauce mit etwas Calamansi-Saft. Diese Mischung dient dann als Dip für das gegrillte Fleisch.


Calamansi? Zitrone? Calamansi-Zitrone?

Apropos Calamansi – hier wird es ein wenig kurios. Die kleine Zitrusfrucht, die zum Essen serviert wird, sieht aus wie Calamansi, riecht wie Calamansi und schmeckt wie Calamansi. Als wir das Personal darauf ansprachen, kam jedoch die Antwort: „Das ist keine Calamansi, das ist unsere lokale Zitrone.“

Wir sahen uns kurz irritiert an. Sie sieht aus wie Calamansi. Sie schmeckt wie Calamansi. Aufgeschnitten? Immer noch Calamansi. Seit wann ist das eine Zitrone? Wir beschlossen, nicht weiter zu diskutieren – nennen wir sie also Zitrone. Ganz ohne Frage bleibt jedoch: Wie bestellt man auf den Philippinen eigentlich eine Calamansi-Limonade?


Video: Unser Mang-Inasal-Food-Vlog aus Boracay im Test

In dieser Folge unserer Boracay-Foodserie probieren wir das berühmte Chicken Inasal von Mang Inasal. Optisch unscheinbar, geschmacklich überzeugend: leicht rauchige, dezent knusprige Haut, saftiges Fleisch und ein Preis, der angenehm niedrig bleibt. Wer Boracay erkundet, sollte diesen philippinischen Fast-Food-Klassiker definitiv auf dem Schirm haben.