Kleine Alltagsmomente aus Kyoto.

Natsukantou: Kyotos ikonisches Sommer-Wagashi aus der Traditionsmanufaktur Oimatsu

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Auf der Suche nach dem ultimativen Kyoto-Sommerwagashi? Das traditionsreiche Natsukantou von Oimatsu – einer über hundert Jahre alten Wagashi-Manufaktur – zählt zu den seltensten japanischen Sommerdesserts und ist nur von April bis in den Hochsommer erhältlich. Eine ganze Natsumikan-Orange wird ausgehöhlt und mit einem feinen Agar-Zitrusgelee gefüllt – leicht, erfrischend, dezent bitter und aromatisch vielschichtig. In diesem Artikel teile ich mein Erlebnis im Kaufhaus Daimaru Kyoto und gebe praktische Tipps zu Herkunft, Handwerkskunst, Lagerung und Verkaufsstellen – vom Oimatsu-Flagship in Arashiyama bis zum Kitano-Hauptgeschäft. Zudem findest du Hinweise zum Schneiden, passenden Tees und hilfreiche Reisetipps. Wer Kyoto im Sommer besucht und besondere Wagashi oder hochwertige Mitbringsel sucht, sollte Natsukantou unbedingt probieren. ...full story ››

Kyotos historisches Francois Café: Kulturdenkmal, Klassiker und die beste Birnentarte

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Francois Café Kyoto ist eines der bekanntesten historischen Cafés der Stadt. Das Kultcafé wurde 1934 eröffnet und liegt versteckt in einer ruhigen Gasse nahe Shijo Kawaramachi. Es war das erste Café Japans, das als national eingetragenes materielles Kulturgut ausgezeichnet wurde. Berühmt für seine roten Samtsessel, klassische Musik und den eleganten Shōwa-Salonstil, war es einst ein diskreter Treffpunkt für Künstler und Intellektuelle Kyotos.
Im Inneren erwarten dich eine lächelnde Mona Lisa, eine historische Paris-Karte und ein Hauch europäischer Salonatmosphäre. Auf der Karte stehen schwarzer Kaffee, Wiener Kaffee mit Schlagobers sowie die legendäre Birnentarte und hausgemachter Pudding. Kein WLAN, kein Zeitdruck – ein Ort zum Verweilen. Wer vorbeigeht, denkt später oft daran zurück.
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Gospel Café Kyoto: Jazz-Vinyls & nostalgische Ruhe am Philosophenweg

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Gospel Café Kyoto gehört zu den Tabelog Top 100 und liegt versteckt im Bezirk Sakyō, nur wenige Schritte vom Philosophenweg entfernt. Das von William Merrell Vories entworfene, efeubewachsene weiße Haus wirkt wie ein europäisches Märchenhäuschen: Drinnen erklingen Jazz-Vinyls, englische Antiquitäten treffen auf handgefilterten Kaffee, frisch gebackene Scones und saisonale Tartes. Im Frühling leuchtet das Efeu hellgrün, im Herbst färben sich die Ahornbäume rot, im Winter wärmt ein Kamin – ein kleiner, stiller Ort, um Kyotos Tempo zu spüren und eine Pause einzulegen. Wer hier einkehrt, kommt meist gern wieder.
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Aburi Mochi in Kyoto: 1.000 Jahre Tradition am Imamiya-Schrein

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Aburi Mochi in Kyoto am Imamiya-Schrein ist eine mehr als 1.000 Jahre alte japanische Süßspeise, die bis heute für ihre schlichten, aber überraschend vielschichtigen Aromen geschätzt wird. Die kleinen Reisküchlein werden auf Spieße gesteckt, über Holzkohle sanft angeröstet und mit süßer weißer Miso-Glasur bestrichen. Direkt vor dem Osttor des Schreins halten zwei historische Teehäuser — Ichiwa, einer der ältesten noch bestehenden Süßwarenläden Japans, gegründet im Jahr 1000, und Kazariya mit mehr als 400 Jahren Geschichte — diese einzigartige Tradition lebendig. Ihre Holzkohlegrills stehen sich gegenüber und erfüllen die schmale Gasse mit dem warmen Duft gerösteter Mochi — ein lebendiges Stück Kyotoer Esskultur. Einst als Opfergabe für Schutz und Gesundheit dargebracht, stehen die ikonischen elf Spieße noch heute für Glück und Gesundheit. Ein Bissen Aburi Mochi ist mehr als ein Snack: ein Stück gelebter Kyotoer Geschichte, am besten mit heißem Tee und der herzlichen Gastfreundschaft dieser familiengeführten Teehäuser. Ein Besuch am Imamiya-Schrein gehört zu jeder Reise nach Kyoto dazu. ...full story ››

Japans Feiertage erklärt: Golden Week, Happy Monday & was Reisende wissen sollten

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Japans Nationalfeiertage sind komplexer, als viele denken – und manche klingen nicht einmal nach echten freien Tagen. Nach meinem Umzug nach Kyōto habe ich schnell gemerkt, wie stark diese Feiertage den Alltag in Japan verändern: Fahrpläne wechseln in den Feiertagsmodus, Geschäfte schließen unerwartet, und die Stadt wirkt plötzlich so belebt wie an einem Wochenende. In diesem Guide zu Japans Feiertagen findest du alle 16 offiziellen Nationalfeiertage sowie lange Ferienzeiten wie die Golden Week, Obon und Neujahr – außerdem bekannte Traditionstage wie Setsubun, Valentinstag, das Mädchenfest oder den berühmten „Aal-Tag“. Alles aus der Perspektive einer Person, die hier lebt – damit du verstehst, was diese Feiertage in Japan wirklich bedeuten.
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Kyoto Kirschblüten ohne Menschenmassen: Omihachiman als ruhige Alternative

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Omihachiman ist ein ruhiger Kirschblüten-Geheimtipp bei Kyoto – perfekt für alle, die Kyoto Kirschblüten ohne Menschenmassen erleben möchten. Wenn dir die überfüllten Sakura-Spots in Arashiyama oder am Kiyomizu-dera-Tempel zu viel werden, findest du hier eine entspannte Alternative. Die historische Kanalstadt am Biwa-See liegt nur etwa eine Stunde von Kyoto entfernt und bietet selbst zur Hochsaison ruhige Spazierwege, stimmungsvolle Ecken – und vor allem viel Platz zum Durchatmen.
Neben dem Hachiman-bori-Kanal lohnen sich auch ein Besuch des Himure Hachimangu-Schreins, eine Fahrt mit der Hachiman-yama-Seilbahn sowie die außergewöhnliche Architektur von La Collina Omihachiman. Ein perfektes Ziel für einen entschleunigten Tagesausflug ab Kyoto – im Frühling zur Sakura-Zeit oder zu jeder anderen Jahreszeit. ...full story ››

Lohnt sich Nagoya? 4 Tage entspannt reisen in Japan – Essen, Shopping & breite Gehwege

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Lohnt sich Nagoya? Japans unterschätztes Reiseziel im Porträt. Oft zu Unrecht als „langweilig“ abgestempelt, gilt Nagoya, die drittgrößte Metropolregion Japans, heute als echter Geheimtipp für neugierige Reisende. Die Stadt verbindet urbanes Leben mit entspannten Vierteln und der unverwechselbaren Nagoya-Meshi-Küche. Wir verbrachten vier Tage und drei Nächte hier, erkundeten Nagoya entspannt zu Fuß und probierten uns durch die fantastische lokale Küche. In diesem Guide teilen wir unsere Route, Lieblingsrestaurants, Highlights und praktische Tipps – ideal für alle, die ihre erste Nagoya-Reise planen oder nach Japan-Geheimtipps suchen. ...full story ››

Auswandern nach Japan: Unser Weg nach Kyoto mit dem Business-Manager-Visum

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Unsere Auswanderungspläne führten uns erst nach Bangkok und später zu Portugals D7-Visum – doch am Ende landeten wir völlig unerwartet in Japan. Thailand lockte mit einem Ruhestandsvisum ab 50, also reisten wir jahrelang regelmäßig nach Bangkok und ich lernte sogar ein halbes Jahr Thai. Dann entdeckten wir das portugiesische D7-Visum, sprachen mit einer taiwanischen Kanzlei in Lissabon und begannen Portugiesisch zu lernen. Doch schließlich kam durch die Pandemie alles zum Stillstand – und ironischerweise zogen wir am Ende nach Japan, ohne vorher ein Wort Japanisch gelernt zu haben.
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Berg Hiei bei Kyoto: Seilbahnroute, Blick auf den Biwa-See & Garden Museum

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Ein Halbtagesausflug zum Berg Hiei ab Kyoto: Mit der Hiei-zan-Seilbahn hinauffahren, den Blick über den Biwa-See genießen und Kyotos grüne Rückzugsoase entdecken. Der Berg Hiei liegt zwischen Kyoto und Shiga und gilt seit Jahrhunderten als heiliger Ort des japanischen Buddhismus. Tief in seinen Wäldern befindet sich der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Enryaku-ji, die Wiege der Tendai-Schule. Für diesen Ausflug brauchst du weder Auto noch Wanderausrüstung – einfach in den Zug steigen, in die Seilbahn umsteigen und in weniger als einer Stunde den Gipfel erreichen. Oben erwarten dich ein beeindruckendes 360-Grad-Panorama, frische Bergluft, schattige Wege und sogar ein Café mit Aussicht. Hast du diese stille Seite Kyotos schon erlebt?
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